Medien-Ausbildung – Die wichtigsten Infos auf einen Blick!

Welche Medien-Ausbildungen gibt es überhaupt? Wie lange dauert eine Medien-Ausbildung? Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen? Stellst du dir auch diese Fragen? Dann bist du bei uns richtig! Wir geben dir einen Überblick über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Medienbranche, stellen dir verschiedene Ausbildungen vor und unterstützen dich bei der Suche nach deiner Traumausbildung mit wichtigen Tipps zur Bewerbung.

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Voraussetzungen für eine Medien-Ausbildung

Checkliste AusbildungBevor du dich in den Bewerbungsmarathon stürzt, solltest du dir ein paar Minuten Zeit nehmen und überlegen, ob du die richtigen Voraussetzungen für eine Medienausbildung mitbringst. Unterscheide dabei zwischen deinen persönlichen und den formalen Voraussetzungen, die für den Beginn einer Ausbildung wichtig sind.

Formale Voraussetzungen

Welcher Schulabschluss wird für eine Medienausbildung vorausgesetzt? Diese Frage solltest du dir stellen, bevor es losgeht. Grundvoraussetzung für den Großteil aller Medienausbildungen ist ein mittlerer Bildungsabschluss. Dies entspricht der mittleren Reife. Je nach Bundesland auch als Fachoberschulreife, Sekundarabschluss I oder Mittlerer Schulabschluss genannt.

Natürlich steht jedem Arbeitgeber frei, welche Voraussetzungen er oder sie sich von einem Bewerber wünscht. So kann es durchaus vorkommen, dass in einer Stellenausschreibung das Abitur als vorausgesetzter Schulabschluss für den Beginn einer Medienausbildung genannt wird.

Gute Noten sind natürlich auch von Vorteil. Je nach Ausbildung liegen die Schwerpunkte dabei auf unterschiedlichen Fächern. Für eine Ausbildung in kaufmännischen Berufen sind gute Noten in Deutsch und Mathe immer Grundvoraussetzung – schließlich gehören die Kommunikation mit Kunden und das Erstellen von Rechnungen und Angeboten zu den Grundlagen eines Kaufmanns. In kreativen Ausbildungsberufen sind auch gute Noten in Kunst und kreatives Talent gefragt. Aber auch hier wird Wert auf gute Noten in anderen Fächern gelegt. Mit guten Sprachkenntnissen kann zusätzlich ebenfalls punkten.

Was Unternehmen sonst noch von einem Auszubildenden erwarten, erfährst du in den Stellenausschreibungen oder auf Nachfrage bei den Unternehmen.

Persönliche Voraussetzungen

Wo liegen deine Stärken? Wo liegen deine Schwächen? Es ist immer gut zu wissen, was man besonders gut kann, woran man Spaß hat und was einem schwerfällt, denn nur so kannst du herausfinden, welche Medienausbildung die passende für dich ist.

In der nachfolgenden Checkliste findest du verschiedene Fähigkeiten, die du für eine Ausbildung in den Medien mitbringen solltest. Solltest du dir immer noch unsicher sein, welche Medienausbildung die richtige für dich ist, dann mach unseren Test.

Überblick: Welche Eigenschaften sollte man für eine Medien-Ausbildung mitbringen?

  • Kommunikationsstärke und Spaß am Kontakt mit anderen Menschen
  • Interesse an Werbung, Medien und Marketing
  • Begeisterungsfähigkeit und Überzeugungskraft
  • Hohe Belastbarkeit
  • Mathematisches Grundverständnis (für Analysen, Kalkulationen, Angebotserstellung etc.)
  • Teamfähigkeit
  • Kreativität
  • Gutes sprachliches Ausdrucksvermögen
  • Spaß an der Arbeit mit dem Computer (viele Aufgaben finden am Computer statt, so dass dein Arbeitsplatz hauptsächlich dein Büro sein wird)


Nachfolgend findest du speziell auf kaufmännische und kreative Ausbildungen zugeschnittene Eigenschaften, die du für die Medien-Ausbildung mitbringen solltest.

Zusätzliche Voraussetzungen für kaufmännische Medien-Ausbildungen

  • Interesse an Kaufmännisch-organisatorischen Aufgaben (Planung von Marketingkampagnen, Entwickeln einer Verkaufsstrategie, Kostenkalkulation)

Zusätzliche Voraussetzungen für kreative Medien-Ausbildungen

  • Spaß an kreativ-gestalterischen Aufgaben (Erstellung von Entwürfen mit verschiedenen Software-Programmen, Bearbeitung von Bildern und Texten, Gestalten von Layouts)
  • Gutes Gespür für Ästhetik

Dauer der Ausbildung

In der Regel dauert eine Medienausbildung drei Jahre. Bei rein schulischen Ausbildungen, z.B. zum grafisch-technischen Assistenten oder Grafik Designer, dauert die Ausbildung meist nur zwei Jahre.

Unter bestimmten Voraussetzungen und in Absprache mit deinem Ausbildungsbetrieb und deiner Berufsschule ist eine Verkürzung der Medien-Ausbildung auf zweieinhalb oder, wenn du Abitur hast, sogar auf zwei Jahre möglich. Ob eine Verkürzung der Ausbildung sinnvoll oder ratsam ist, hängt davon ab, ob die theoretische Ausbildung insgesamt auf drei Jahre oder einen kürzeren Zeitraum angelegt ist. In manchen Ausbildungsberufen findet im letzten halben Jahr der Berufsschule kein Unterricht mehr statt, sondern eine Projektarbeit. In diesem Fall würdest du bei einer Verkürzung keinen Unterrichtsstoff versäumen und könntest direkt zur Abschlussprüfung antreten. Sollte der Unterricht in der Berufsschule drei Jahre dauern, musst du, bei einer Verkürzung, den noch nicht gelernten Stoff selbstständig vorbereiten.

Eine Verkürzung der Medien-Ausbildung sollte gut durchdacht sein und ist nicht immer ratsam.

Unser Tipp: Planst du eine Verkürzung der Ausbildung, informier dich bei deiner Berufsschule und der IHK sehr genau, unter welchen Bedingungen das vorzeitige Abschließen der Ausbildung möglich ist. So erfährst du auch, ob du dir eventuell Lehrstoff eigenständig erarbeiten musst, um die Prüfung zu bestehen.

Ablauf und Aufbau der Medien-Ausbildung

Zunächst einmal muss beim Ablauf und Aufbau der Medien-Ausbildung zwischen einer dualen und einer rein schulischen Ausbildung unterschieden werden. Wir stellen euch daher zunächst die duale Ausbildung und im Anschluss die schulische Ausbildung vor.

Ablauf und Aufbau dualer Medien-Ausbildungen

Kurz zur Erklärung: Duale Medien-Ausbildungen sind alle Ausbildungen, die sowohl einen theoretischen Teil in der Berufsschule, als auch einen praktischen Teil im Ausbildungsbetrieb umfassen.

Bei dieser Form der Ausbildung gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Ausbildung abläuft. Bei Variante 1 wechseln sich Theorie- und Praxisphasen innerhalb einer Woche ab. In der Regel gehst du drei Tage in der Woche in deinen Betrieb und besuchst zwei Tage in der Woche die Berufsschule. Es ist durchaus üblich, dass du nach dem Unterricht noch für ein paar Stunden zurück in deinen Ausbildungsbetrieb musst.


Bei Variante 2 handelt es sich um Blockunterricht. Hierbei besuchst du für einen bestimmten Zeitraum, z.B. acht Wochen, nur die Berufsschule. Nach diesem Zeitraum bist du für eine Weile ausschließlich in deinem Ausbildungsbetrieb und konzentrierst dich auf deine praktische Ausbildung.


Zu Beginn deiner Ausbildung lernst du in deinem Ausbildungsbetrieb zunächst die allgemeinen Abläufe innerhalb deines Betriebs kennen. Als Ausbildungsanfänger wirst du bei allen Tätigkeiten unterstützt und angeleitet. Je weiter deine Medien-Ausbildung voranschreitet, desto mehr Verantwortung wird dir übertragen. Am Ende der Ausbildung bist du daher in der Lage, kleine Projekte zu verantworten und diese eigenständig umzusetzen, du hältst Kontakt zu Kunden und betreust deinen eigenen Verantwortungsbereich.

Unterstützt wird dein praktisches Können durch das Wissen, das du während der theoretischen Phasen während deiner Ausbildung erlangst. Auch hier staffelt sich der Unterrichtsstoff anhand deines Ausbildungsfortschritts. Zunächst lernst du die Grundlagen kennen und erlangst so einen Überblick über die Medienlandschaft. Im weiteren Verlauf der Medien-Ausbildung werden die medienrelevanten Inhalte vertieft und Fächer aus den Bereichen Sprache und EDV kommen hinzu. Der genaue Ablauf und die Zusammensetzung des Stundenplans hängen natürlich von deiner gewählten Ausbildung ab.

Bist du neugierig auf die verschiedenen dualen Ausbildungsmodelle im Bereich Medien geworden? Unsere Steckbriefe verraten dir, was sich hinter den verschiedenen Bezeichnungen verbirgt:

Ablauf und Aufbau schulischer Medien-Ausbildungen

Der größte Unterschied zu einer dualen Medien-Ausbildung ist sicher, dass du keine regelmäßigen Praxisphasen hast. Deine Ausbildung findet rein schulisch ohne Praxispartner statt. Oft ist aber eine Praxisphase in Form eines Praktikums vorgesehen, so dass du auch dein theoretisches Wissen in der Praxis anwenden und betriebliche Abläufe kennenlernen kannst. Wie lang das Praktikum sein wird hängt von der Berufsschule und dem Aufbau des Lehrplans ab. In der Regel dauert es zwischen drei und sechs Monaten.


Die schulische Medienausbildung vermittelt dir alle für deinen Beruf wichtigen Kenntnisse und Fähigkeiten. Vor allem kreative Medien-Ausbildungen finden in dieser schulischen Form statt. Während des Unterrichts wirst du vor allem mit den gängigen Computersystemen und Softwareanwendungen vertraut gemacht und lernst diese anzuwenden.

Fazit: Medien-Ausbildungen stellen schon vor Beginn der Ausbildung viele Anforderungen an Bewerber und Interessenten. Nimm dir diese zu Herzen, aber lass dich weder einschüchtern noch abschrecken. Die Medienbranche sucht vor allem starke Charaktere, die dem häufigen Druck durch strikte Zeitpläne standhalten. Wenn du dich für einen Job in dieser Branche entscheidest, wartet ein spannendes Arbeitsumfeld auf dich, das selten langweilig wird.

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