Bachelor Druck- und Medientechnik an der Hochschule München – Ein Erfahrungsbericht

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Erfahrungen Hochschule MünchenAlexander hat sich für einen Medienstudiengang entschieden, der eine große Schnittstelle zum Ingenieurwesen hat. Sein Studiengang Druck- und Medientechnik an der Hochschule München endet daher auch mit einem Bachelor of Engineering. Wir wollten mehr zu diesem Studiengang erfahren und Alexander war so nett, sich Zeit für unsere Fragen zu nehmen.



Hallo Alexander, vielen Dank, dass wir dich zu deinem Studium befragen dürfen. Welches Interesse war zuerst da – das an den Ingenieurwissenschaften oder an den Medien? Und wie kamst du dann zu der Entscheidung für den Studiengang Druck- und Medientechnik?

Da ich bereits vor meinem Studium der Druck- und Medientechnik zwei Semester Mechatronik studiert habe, kommt wohl das Interesse an den Ingenieurwissenschaften zuerst. Nichtsdestotrotz hab ich mich schon immer für jegliche Form von Medien interessiert.

Das Studium der Druck- und Medientechnik war von Anfang an meine Alternative zur Mechatronik, da ich die Verbindung zwischen Ingenieurwissenschaften und Medien sehr interessant fand. Nachdem ich dann nach zwei Semestern Mechatronik festgestellt habe, dass das doch nicht meine Welt ist, habe ich mich für Druck- und Medientechnik entschieden.

Gehen wir direkt mal auf dein Studium ein. Bitte sei so nett und erlaube uns einen Blick in den Studienplan? Was sind die Studieninhalte? Kannst du uns ein paar Beispiele für besonders relevante und interessante Vorlesungen geben? Kurzum: Was lernt man in einem Druck- und Medientechnik Studium?

Die Studieninhalte geben meiner Meinung nach einen sehr guten Querschnitt durch die Medienbranche wieder, dazu gehört sowohl das Wissen wie Druckmaschinen aufgebaut sind und funktionieren (Drucktechnik), welche Möglichkeiten es gibt Druckprodukte zu erzeugen (Weiterverarbeitung, Druckvorstufe, Colormanagement), Kenntnisse im Marketing, gestalterische Aspekte (Medienkonzeption) und betriebswirtschaftliche Vorlesungen (Kostenrechnung, Buchhaltung). Aber auch Vorlesungen aus dem Bereich der elektronischen Medien sind Teil des Studiums, wie z.B. HTML, Java, SQL. Dazu kommen noch etliche Wahlpflichtfächer, die je nach Interesse gewählt werden können. Hierzu zählen auch äußerst zukunftsträchtige Bereiche wie die RFID- und ID-Karten-Technologie, sowie gedruckte Elektronik. Um ein Ingenieursstudium abzurunden, müssen aber auch Fächer wie Mathe, Physik und Chemie sein.

Die für mich interessantesten Fächer waren Weiterverarbeitung und Vorlesungen die sich mit der gedruckten Elektronik beschäftigten (RFID, ID-Karten usw.), da ich hier auch das größte Zukunftspotential im hart umkämpften Markt der Printprodukte sehe und der Trend immer mehr zu veredelten Printprodukten geht.





Was sind laut deiner Erfahrung typische Arbeitsgebiete für Absolventen des Studiengangs Druck- und Medientechnik?

Hier kommen, aufgrund der Breite des Studiums, relativ viele Bereiche in Frage. Dazu zählen unter anderem Vorstufendienstleister unter anderem im Bereich des Colormanagements, Werbeagenturen als Produktioner, Entwicklungsabteilungen von Technologieentwicklern im Bereich der gedruckten Elektronik, leitende Positionen in Druckereien.

Du hast dich für dein Studium für die Hochschule München entschieden, obwohl es das Studium zum Beispiel auch in Berlin oder Hamburg gibt. Was waren deine Gründe für die Hochschulwahl?

Die Wahl fiel mir nicht schwer, da ich die Hochschule bereits durch mein vorhergehendes Studium kannte und mein Wohnort sehr nah an München liegt. Die Gründe waren also nicht abhängig von der Hochschule bzw. des angebotenen Studiums und dessen Inhalten, sondern eher praktischer Natur. Zudem ist München eine der Medienhochburgen in Deutschland, so dass viele Unternehmen für Praktika, Bachelorarbeiten oder Berufseinstieg zur Verfügung stehen.

Natürlich interessiert uns auch, wie du das Studium an der Hochschule München bewertest. Was sind die positiven Erfahrungen? Und gibt es auch nicht so gute?

Sehr positiv ist zu erwähnen, dass der Studiengang relativ klein ist, die Professoren somit eher gewillt sind, persönlich mit ihren Studenten zu sprechen und auch offen für Verbesserungsvorschläge sind. Es herrscht im Allgemeinen eine recht familiäre Atmosphäre. Ein weiterer positiver Punkt ist die Breite des Studiums, die viele Optionen für einen späteren Berufseinstieg bietet.

Als weniger gut habe ich das Leistungsniveau vieler Fächer empfunden. Oft wurden Inhalte vom Prüfungsstoff ausgeschlossen wenn nur lang und laut genug genörgelt wurde. Zudem waren Fächer wie Mathe und Physik, damit im späteren Verlauf auch alle Fächer die ansatzweise etwas mit Mathe oder Physik zu tun hatten, eher auf dem Niveau einer Fachoberschule anzusiedeln, was natürlich angesichts des Abschlusses „Bachelor of Engineering“ unangebracht erscheint.

Unsere letzte Frage: Für wen würdest du denn ein Studium im Bereich Druck- und Medientechnik empfehlen? Welcher Typ sollte man sein und welche Interessen sollte man mitbringen?

Für Leute die sich für Medien, im speziellen für Printmedien, begeistern können ist dieser Studiengang auf jeden Fall das Richtige. Auch für ausgebildete Mediengestalter oder Drucker die sich weiterbilden möchten kann dieser Studiengang uneingeschränkt empfohlen werden.

Die wichtigsten Voraussetzungen sind ein gewisses Maß an technischem Verständnis und Kreativität.

Alexander, vielen Dank für die ausführlichen Antworten rund um dein Studium. Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft.

Erfahrungsbericht vom

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