Berufe in der Medienbranche: Social Media Management

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Martin IvanovsViele Studieninteressenten können sich nicht vorstellen, welche vielfältigen Jobs man nach einem Medienstudium aufnehmen kann. Das liegt an den hunderten interessanten und unterschiedlichsten Berufsmöglichkeiten in der Branche. In unserer Rubrik „Medienprofis berichten aus ihrem Beruf“ gewähren viele Experten Einblicke in ihr Berufsleben. Für das nachfolgende Interview hat sich dankenswerterweise Martin Ivanovs, Social Media Manager bei der Kreativagentur Scholz & Volkmer, Zeit genommen und berichtet aus seinem Berufsalltag.



Lieber Herr Ivanovs, mit dem Bachelor und Master Medienmanagement am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover haben Sie ja schon frühzeitig die Weichen in Richtung Medienbranche gestellt. Was reizte Sie an diesem Berufsfeld?

Letztendlich wollte ich wohl meine Leidenschaft zum Beruf machen: Natürlich sollte man in der Kommunikationsbranche auch persönlich kommunikativ auftreten und ständig wechselnden Themenfeldern gegenüber aufgeschlossen sein. Dass mir das Spaß macht, habe ich schon zu Schulzeiten festgestellt. Dann war es sicherlich die Aussicht darauf, an einem der besten kommunikationswissenschaftlichen Institute Deutschlands studieren zu können. Heute bin ich sehr froh darüber, dass am IJK Hannover so viele Methoden gelehrt werden – dadurch habe ich gelernt, sehr lösungsorientiert an Sachen ran zu gehen. Das hat im Studium natürlich auch eine Weile gedauert, es war sicher keine Liebe auf den ersten Blick.

Sie arbeiten bei der Agentur Scholz & Volkmer. Was sind die Geschäftsfelder des Unternehmens?

Wir decken als Kreativagentur für digitale Markenführung nahezu alle Bereiche des digitalen Agentur-Business ab: Von der Konzeption und Umsetzung von Websites oder Microsites über die Entwicklung von mobilen Apps, den Einsatz von digitalen Out of Home Medien oder digitalen Vermarktungskampagnen bis hin zu redaktionellen Konzepten und der Betreuung von Social Media Aktivitäten oder dem strategischen Aufbau digitaler Ökosysteme. Zentral ist für uns immer, dass Räume und Anlässe schaffen, in denen der User auf Augenhöhe mit der Marke kommuniziert – und mit anderen Menschen über die Marke.

Kommen wir zu Ihrem Beruf: Welche Aufgaben haben Sie als Social Media Manager?

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Die Arbeit als Social Media Manager ist sehr vielfältig. Sie beginnt oft bei der strategischen Beratung, um die relevanten Social Web Plattformen und Kontakte für Marken oder ihre Stakeholder (Worterklärung, Anmerk.d.Red.) zu identifizieren. Das ist oft detaillierte Forschungsarbeit, bei der mir mein wissenschaftliches Studium sehr hilft. Daneben gilt es, passende Konzepte zu entwickeln, die eine Marke zum Beispiel durch den Einsatz von Twitter näher mit ihren Nutzer in Verbindung bringen können. Hier wird es dann zwangsläufig sehr schnell sehr kreativ. Schließlich wollen wir Menschen mit immer neuen Impulsen dazu anregen, selbst aktiv zu werden.

Wenn es dann darum geht, relevanten Content zu produzieren, muss man sich zwangsläufig sehr intensiv auf eine Marke und ihre Nutzer einlassen. Das empfinde ich persönlich als extrem faszinierend und herausfordernd. Jedes Projekt ist anders, eine Art „0815-Schablone“ gibt es dafür aus meiner Sicht nicht.

Als Social Media Manager bin ich zudem in jeder Phase eines Projekts dafür verantwortlich, dass unsere Kommunikationsmaßnahmen die mit dem jeweiligen Kunden definierten Ziele erreichen können. Dazu muss unser Team, zum Beispiel in der Betreuung von Plattformen, auch genau wissen, wie es für eine Marke sprechen kann. Dazu in der Lage zu sein, geht natürlich nicht von heute auf morgen und wird gemeinsam mit den Auftraggebern gewissenhaft vorbereitet.

Aus diesem gesamten Prozess, beginnend mit der ersten Beschäftigung mit einer kommunikativen Herausforderung bis hinein ins laufende Projekt, lernt man ständig dazu – insbesondere, was die sozialen Mechanismen in Communities angeht.

Wenn jemand den gleichen Karriereweg wie Sie einschlagen möchte – was würden Sie ihm/ ihr raten?

Ganz viel praktische Erfahrungen sammeln! Das geht grundsätzlich in der Kommunikationsbranche aus meiner Sicht überall, auch, wenn man in einem Coffeeshop jobbt und da die Tagesangebote auf Tafeln schreibt und danach die Gäste beobachtet, wie sie ihr Essen für Instagram fotografieren. Darüber hinaus sollte man sich immer frühzeitig an neuen digitalen Trends, Geräten oder Plattformen selbst ausprobieren.

Mein Studium hat mir sehr dabei geholfen, in komplexen Zusammenhängen zu denken und an den richtigen Stellen die richtigen Dinge zu hinterfragen. Für den Bereich Social Media sollte man zudem Spaß daran haben, Menschen zu helfen und auch mit schwierigen menschlichen Charakteren souverän umgehen können. Das kann man aber alles lernen und sollte sich auch nach vielen Versuchen nicht entmutigen lassen.

Wer sich vorstellen kann, das Team von Scholz & Volkmer zu unterstützen, findet unsere aktuellen Job-Angebote auf www.s-v.de/jobs.

Vielen Dank für diesen interessanten Einblick in Ihren Beruf!

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