Frankfurter Honorarliste – Was freie Redakteure im Osten tatsächlich verdienen

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Auch 2014 veröffentlicht die Arbeitsstelle Vergütung des Forschungsschwerpunktes Medienrecht an der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) die Ergebnisse der empirischen Befragung von Tageszeitungsverlagen. Wie 2010 und 2011 haben die Forscher nach den tatsächlich gezahlten Vergütungen im Jahr 2012 gefragt. Die Fragestellung der Untersuchung bezieht sich dabei allerdings nur auf die freien redaktionellen Mitarbeiter in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Wie sich in den Vorjahren schon zeigte, ist die Spannbreite der gezahlten Vergütungen sehr hoch und von Kriterien wie

  • Erfahrung und Dauer der Mitarbeit,
  • Schreibstil und Qualität der Artikel
  • Platzierung und Themenbereich
  • Exklusivität

und

  • individuelles Verhandlungsgeschick

abhängig.

Die niedrigsten Honorare setzen sich folgendermaßen zusammen:

Auflage der Zeitung Zeilenhonorar (je nach Vertrag 28 bis 30 Zeichen)
bis zu 25.000 5 Cent
bis zu 200.000 8 Cent
> 200.000 15 Cent

Die höchsten Honorare lagen dabei auf diesem Niveau:

Auflage der Zeitung Zeilenhonorar (je nach Vertrag 28 bis 30 Zeichen)
bis zu 10.000 30 Cent
bis zu 50.000 40 bis 80 Cent
< 200.000 70 bis 75 Cent
> 200.000 85 cent

Einschränkend wird von den befragten Redaktionen allerdings hervorgehoben, dass diese Spitzensätze nur an erfahrene Mitarbeiter mit qualitativ hochwertigen Beiträgen gezahlt werden. Insgesamt lässt sich aber trotz stagnierender Marktsituation eine leichte Erhöhung der gezahlten Vergütungen im Vergleich zu 2011 wahrnehmen. Im Vergleich zu den Honorarsätzen, die in den alten Bundesländern gelten, weichen die Sätze im Osten Deutschlands stark von den geltenden Abmachungen ab. Die gesamte Studie kann auf den Seiten von presserecht.de eingesehen werden.