Das Studium vorbereiten – so klappt´s

Die Zulassungsbestätigung ist längst abgeheftet ‒ fein, noch eine Auszeit, schließlich fängt das Studium erst mit dem Semester an. Vor Ort wird sich schon alles finden. Wer so denkt, könnte beim Studienstart in Stress geraten. Klar sind die letzten Schulferien auch zum Entspannen da, aber du solltest es nicht versäumen, bestimmte Angelegenheiten schon vor den ersten Hochschultagen zu regeln, zumal auch einige Fristen eingehalten werden müssen. Und der Studienstart fällt dann umso leichter.

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Die Immatrikulation

Die offizielle Einschreibung an der Hochschule heißt Immatrikulation. Der Begriff kommt von „Matrikel“, was wiederum Personenverzeichnis bedeutet. Sprich, erst nach diesem Verfahren wirst du offiziell als Student/in bei der Bildungseinrichtung geführt. Daher ist die Immatrikulation an Fristen gebunden, die VOR dem Beginn des Semesters ablaufen, in der Regel Ende September (Wintersemester) bzw. Ende März (Sommersemester). Die Bewerbung ist also nicht dasselbe ist wie die Immatrikulation, allenfalls kann sie als „Antrag auf Immatrikulation“ bezeichnet werden. Dies darf man auf keinen Fall verwechseln, denn bei versäumter Einschreibung verfällt in der Regel der Studienplatz. Nur in Ausnahmefällen wird die Frist verlängert.

Auf die Post achten

Bei Studiengängen, die nicht an ein Aufnahmeverfahren gebunden sind, kann man sich ohne vorherige Bewerbung direkt immatrikulieren. Falls du dich aber für einen zulassungsbeschränkten Studiengang beworben hast, ist die Einschreibung ein weiterer erforderlicher Schritt. Normalerweise solltest du mit dem Zulassungsbescheid dazu aufgefordert werden. Doch es hat schon Fälle gegeben, in denen Bewerber im Urlaub waren, während diese wichtige Post eintraf. Es empfiehlt sich also, darauf zu achten oder selbst frühzeitig nach dem Ablauf der Immatrikulation zu fragen, z. B. bei der Zentralen Studienberatung. Meist ist diese Information außerdem auf der hochschuleigenen Homepage zu finden. Übrigens kann auch die Einschreibung selbst inzwischen meist online erledigt werden, notfalls also auch vom Urlaubsort aus. Nur verpassen darf man sie nicht.

Das Vorpraktikum

Bei vielen Studiengängen (z. B. Mediendesign an der FH Mainz) gehört ein mehrwöchiges Vorpraktikum zu den Zulassungsvoraussetzungen. Das Studium darf also nur angetreten werden, wenn eine entsprechende Bestätigung vorliegt. Um das Praktikum noch zwischen Abi und Studium unterbringen, solltest du dich also frühzeitig bei passenden Firmen bewerben. Die gute Nachricht: Viele Hochschulen räumen die Möglichkeit ein, das Vorpraktikum nach dem Studienstart zu absolvieren, auch wenn der Name dann an sich keinen Sinn mehr macht. Nur, während des Studiums hat man schon genug zu tun, besonders, wenn z. B. noch ein Nebenjob hinzukommt.

Die Kulanz der Hochschulen ist keine Gewähr, es ist also wichtig, sich schon mehrere Monate vor Studienbeginn zu informieren, ob ein Praktikumsnachweis erforderlich ist und in bis zu welchem Zeitpunkt er vorgelegt werden muss. Selbst wenn du noch gar nicht weißt, ob du für das Studium zugelassen wirst, kannst du vorsorglich solch ein Praktikum machen. Eine wertvolle Erfahrung ist es allemal.

Die Finanzierung des Studiums regeln

Finanzierung StudiumWer den Studienplatz bereits in der Tasche hat, steht noch vor ganz anderen Fragen. Eine der wohl wichtigsten lautet: Wie während der Zeit über die Runden kommen? Durch die gestrafften Bachelor-/Masterstudiengänge ist es nicht mehr möglich, 14 Semester lang vor sich hinzustudieren, weil man den halben Tag in der Kneipe jobbt. Nun, es geht ja auch darum, sich auf das Studium zu konzentrieren. Glücklicherweise gibt es mehrere Finanzierungsmöglichkeiten, die wir hier für dich zusammengestellt haben. Allerdings ist es wichtig, sich frühzeitig Gedanken zu machen und entsprechende Anträge zu stellen.

Rechtzeitig BAföG beantragen!

BAföG wird nicht rückwirkend bewilligt, wohl aber ab dem Tag der Antragstellung. Achtung, hier zählt der Eingangsstempel des BAföG-Amts. Geht der Antrag dort z. B. erst am 1. November ein, gibt es für Oktober schon keine Zahlung mehr, auch wenn das Schreiben noch in dem Monat abgeschickt wurde. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass die Förderung nicht in der erwarteten Höhe bewilligt wird. Dann benötigt man Zeit, um Widerspruch einzulegen oder sich eine Alternative zu überlegen. Auch die Bewerbungsfristen für attraktive Stipendien sollte man beachten.

Die Wohnungssuche

WohnungssucheDies ist eine Frage, die nicht jeden Erstsemester betrifft, da manche während des Studiums noch bei den Eltern wohnen bleiben, z. B. um Geld zu sparen. Oft aber befindet sich die Hochschule in einer anderen Stadt, sodass ein Umzug erforderlich ist. Mit der Wohnungssuche und Umzugsplanung solltest du so früh wie möglich beginnen, am besten unmittelbar nach der Zusage für den Studienplatz. Gerade in „Studentenstädten“ wie z. B. Göttingen ist der Wohnungsmarkt in den Wochen vor Semesterbeginn besonders schwierig ‒ schließlich benötigen dann Hunderte von Studienbeginnern eine neue Bleibe. Immerhin gibt es auch Einrichtungen wie Studentenwohnheime, die ein gewisses Kontingent sicher stellen.

Wohnheim, WG oder alleine wohnen?

WG-SucheAlles hat so seine Vor- und Nachteile. Zunächst ist es eine Frage des Geldes, denn ein Zimmer kostet in der Regel weniger als eine komplette Wohnung. Doch nicht jeder ist ein WG-Typ. Eigenbrötler, die gerne ihre Ruhe haben, sind sicherlich in den eigenen vier Wänden besser untergebracht. Es kann das Wohlbefinden (und damit den Alltag und das Lernen) sehr beeinträchtigen, wenn die Chemie im Haus nicht stimmt. Viele Studenten aber bevorzugen gerade eine Wohngemeinschaft, schließlich findet man so schneller Kontakt und kann sich z. B. abends in der Küche über die Freuden und Ärgernisse des Uni-Lebens austauschen. Vergleichbares gilt für Studentenwohnheime, die obendrein den Vorteil haben, meist direkt am Campus oder in dessen Nähe zu liegen. Um dort einen Platz zu bekommen, muss man sich rechtzeitig beim Studentenwerk bewerben.

Die Chancen, eine Wohnung zu finden

Die Suche nach einer eigenen Wohnung ist besonders in Metropolen wie Hamburg oder München sehr, sehr schwierig. Die Bewerber stehen Schlange, und die Vermieter legen mehr Wert auf z. B. eine Festanstellung und Bonitätsnachweise. Ein Vorteil in klassischen Universitätsstädten ist hingegen, dass sich dort viele Vermieter offen gegenüber Studenten und die (sonst eher kritisch betrachtete) gemeinsame Nutzung von Wohnraum zeigen. Oft findet sich dort schon in Inseraten ein Hinweis wie „WG-geeignet“ oder „ideal für Studenten“.

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