Erfahrungsbericht: Bachelor Medien- und Kulturwissenschaft an der Uni Düsseldorf

Janina hat kürzlich den Bachelor Medien- und Kulturwissenschaft an der Universität Düsseldorf abschlossen. Vor dem Studium hat sie eine kaufmännische Ausbildung absolviert und erste Berufserfahrung gesammelt – das hat ihr allerdings nicht gereicht. Ob das Studium die richtige Entscheidung für sie war und was sie am meisten geschätzt hat, erfährst du hier in ihrem Erfahrungsbericht.

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Erfahrungsbericht

Janina Bachelor Medien- und Kulturwissenschaft

Darum habe ich mich für diesen Studiengang entschieden:

Die Studiengangsbeschreibung klang einfach spannend – Medien und Kultur – das gefiel mir. Und Düsseldorf als Studienstadt hat mich auch direkt begeistert.

Vor dem Studium habe ich eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel gemacht und anschließend als Marketingkontakterin gearbeitet. Schon nach kurzer Zeit im Job habe ich festgestellt, dass das nicht mein Ding ist und ich nochmal richtig lernen will. Mein Kopf brauchte einfach nochmal eine Herausforderung! Und ich hatte Lust, mal aus meiner Heimatstadt Bielefeld raus zu gehen.

Ich hatte zunächst nichts Konkretes im Kopf, wollte tatsächlich einfach irgendwas mit Medien machen, am liebsten mit Bezug zu gesellschaftlichen Themen. Außerdem wollte ich am liebsten in eine Großstadt. Also habe ich mich in Köln, Düsseldorf, Hamburg, Berlin und im Ruhrgebiet für Studiengänge rund um Medien- und Kommunikationswissenschaft beworben. Am Ende hatte ich dann mehrere Zusagen – auch von der Uni Düsseldorf. Mit einer Zusage hatte ich hier überhaupt nicht gerechnet, da der NC recht hoch ist. Mit den Wartesemestern durch meine Arbeitszeit hat es dann aber geklappt. Von da an war sofort klar, dass ich hier anfangen will zu studieren! Die Studiengangsbeschreibung klang einfach spannend – Medien und Kultur – das gefiel mir. Und Düsseldorf als Studienstadt hat mich auch direkt begeistert.

So lief mein Studium ab:

Am besten an meinem Studium hat mir gefallen, dass innerhalb der Module viele verschiedene Seminare und Vorlesungen zur Auswahl standen.

Der Bachelor Medien- und Kulturwissenschaft gliedert sich in fünf große Modulbereiche: Kommunikation, Kultur, Medien, Praxis und einen Wahlbereich.

In den ersten beiden Semestern fand eine große Einführungsvorlesung zu den Schwerpunkten Medien und Kultur statt. Die Vorlesung war spannend und verunsichernd zugleich. Es ging u. a. um Geschlecht, Performanz, Diskurs … wir haben seitenlange Texte zu den verschiedensten Theorien gelesen und diskutiert. Ich habe mich plötzlich gefragt: Wie soll ich damit mal einen Job kriegen? Ob das Studium die richtige Entscheidung war? Das ging aber vielen so. Einige haben nach dem ersten Semester aufgehört und das Fach gewechselt. Ich bin froh, dass ich das nicht gemacht habe, denn das Studium war im Endeffekt perfekt für mich! Der Praxisanteil mag eher gering sein (wie das halt bei Universitäten so ist), die Einblicke, die ich in die verschiedensten Fächer bekommen habe, waren aber genau das, was ich brauchte – mal was anderes für meinen Kopf. Am Ende waren die Gender Studies sogar mein Studienschwerpunkt, damit hätte ich vor Studienbeginn ganz sicher nicht gerechnet.

Am besten an meinem Studium hat mir gefallen, dass innerhalb der Module viele verschiedene Seminare und Vorlesungen zur Auswahl standen. Außerdem ist der freie Wahlbereich sehr groß. Man kann Seminare aus völlig anderen Studienrichtungen belegen. Ich habe neben den Medien- und Kulturveranstaltungen Seminare zu Marketing, VWL, Philosophie und Englisch besucht – ein bunter Mix also.

Zum Bachelor gehört auch ein 12-wöchiges Praktikum. Da ich aber gerade erst aus der Berufstätigkeit kam, habe ich mir diese dafür anrechnen lassen.

Ich kann meine Hochschule empfehlen, weil ...

Was ich auch gut fand: Der Studiengang hat die perfekte Größe. Wir waren so rund 65 Leute in meinem Jahrgang.

Ich kann die Universität Düsseldorf auf jeden Fall weiterempfehlen. Der Campus ist zwar nicht der schönste (60er Jahre Beton-Look), aber es ist alles in der Nähe. Man muss also nicht, um zur nächsten Vorlesungen zu kommen, durch die halbe Stadt, sondern einfach nur das Gebäude wechseln. Außerdem gibt es viele Möglichkeiten, sich mit Kommilitonen zusammen zu setzen, ob nun privat oder für die Vorbereitung von Referaten etc. Die Anbindung an die Bahn ist auch gut.

Den Studiengang Medien- und Kulturwissenschaft kann ich auf jeden Fall auch weiterempfehlen! Die Interdisziplinarität des Studiengangs und die vielen Wahlmöglichkeiten lassen einem den größtmöglichen Freiraum in der Studiengestaltung. Außerdem sind die Dozenten sehr nett und super kompetent. Was ich auch gut fand: Der Studiengang hat die perfekte Größe. Wir waren so rund 65 Leute in meinem Jahrgang. So hatte man die Chance eigentlich alle mal kennenzulernen. Gleichzeitig hockt man nicht immer mit denselben Menschen im Seminar.

Diese Interessen und Fähigkeiten sollte man für den Studiengang mitbringen:

Das Studium qualifiziert nicht direkt für einen bestimmten Job in der Medienbranche. Man lernt aber, Dinge zu hinterfragen, komplexe Sachverhalte zusammenzufassen und über den Tellerrand zu schauen.

Man sollte auf jeden Fall gerne viel lesen. Das Studium ist sehr theorielastig. Da wälzt man sich zu Hause schon mal durch 30 Seiten einer Theorie – nur für das eine Seminar. Außerdem muss man sich drauf einstellen, regelmäßig Referate (meist in der Gruppe) zu halten, denn die meisten Lehrveranstaltungen finden in Form von Seminaren und nicht als Vorlesung statt.

Grundsätzlich sollte man offen sein und sich freuen, den Gedanken mal freien Lauf lassen zu können. Das Studium qualifiziert nicht direkt für einen bestimmten Job in der Medienbranche. Man lernt aber, Dinge zu hinterfragen, komplexe Sachverhalte zusammenzufassen und über den Tellerrand zu schauen. Das ist meiner Meinung nach viel mehr Wert.
Allerdings: Wer keinen Master machen will, sollte sich also schon während des Studiums ein gutes Praktikum besorgen oder einen Studentenjob wählen, der zu den Karrierewünschen passt. Das dürfte die Jobsuche erleichtern.

Janina, vielen Dank für die offene Beantwortung unserer Fragen und weiterhin viel Erfolg!

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