Medienproduktion Studium

Kreative Ideen hast du zu genüge, aber du möchtet sie auch umsetzen können und so aktiv an der Medienlandschaft teilnehmen? Dann ist ein Studium im Bereich Medienproduktion vielleicht das richtige für dich. Hier bekommst du alle Infos zu den Studiengängen, falls du noch auf der Suche bist: Inhalte, Voraussetzungen, Dauer etc. Und die passenden Hochschulen liefern wir dir gleich mit!

Die Medienbranche ist immer auf der Suche nach kreativen Köpfen, die innovative und ausgefallene Ideen haben, um damit das Publikum zu begeistern. Doch die Ideen allein reichen natürlich nicht, es werden auch Leute benötigt, die sie umsetzen – und das in den unterschiedlichsten Formaten. Musikvideos, Apps, Filme, Texte oder Sounds, alles muss produziert werden und benötigt Experten, die sich mit den unterschiedlichen technischen Anforderungen auskennen.

Als Medienproduzent bist du in der Lage, die unterschiedlichsten Medien zu konzipieren und zu produzieren – und zwar passend zum jeweiligen Format. Dafür musst du dich nicht nur in der Medienlandschaft und ihrer Entwicklung auskennen, du solltest auch über das nötige technische Hintergrundwissen Bescheid wissen sowie Kenntnisse in den Bereichen Gestaltung, Programmierung und Publishing vorweisen können. Das alles lernst du im interdisziplinären Studium Medienproduktion bzw. in den verschiedenen fachverwandten Studiengängen wie z. B. Audio Production, Multimedia und Kommunikation oder Media Production & Publishing.

Dadurch bist du nach deinem Studium vielseitig einsetzbar und kannst dich ganz auf die Bereiche konzentrieren, die dir am meisten Spaß machen.

Wusstest du, dass...

... wir uns den gelesenen Inhalt von gedruckten Texten besser merken können, als von digitalen Texten?

... das erste YouTube-Video Gründer Jawed Karim am 23. April 2005 hochlud? Das belanglose Stück Netzgeschichte trägt den Namen "Me at the Zoo" und ist heute noch auf seinem Kanal zu finden.

... eine der aufwendigsten Szenen in V WIE VENDETTA (2005) die unscheinbare Domino-Szene war? In 200 Arbeitsstunden wurden über 22.000 Dominosteine aufgestellt. Und all die Mühen für gerademal 20 Sekunden Film.

Medienproduktion Studium: Alle Infos

Studieninhalte

Das Studium Medienproduktion ist inhaltlich sehr breit gefächert und normalerweise interdisziplinär aufgebaut, da die Studierenden die verschiedenen Bereiche des Faches im Studium behandeln: Audio, Video, Musik, Web, Games, Animation, Film- und TV – das Feld der Medienproduktion ist riesig! Aber auch Bestandteile aus den Bereichen Informatik, Technik, Betriebswirtschaft und Medienwissenschaft sind enthalten.

Im Laufe des Studiums kann man in der Regel eigene Schwerpunkte wählen. Dadurch hast du die Möglichkeit, dich für deine berufliche Laufbahn zu qualifizieren.

Es gibt auch schon spezialisierte Studiengänge, wie beispielsweise Musikproduktion oder Sound Design, oder die Hochschulen legen im Studiengang Medienproduktion selbst einen Fokus z. B. auf Film und TV. Dementsprechend können die Inhalte natürlich variieren. Falls du bestimmte Vorlieben für einen Bereich hast, solltest du dir unbedingt im Voraus die Studienpläne der verschiedenen Hochschulen und Studiengänge ansehen.

Und wie sieht es für den Master in Medienproduktion aus?

Im Masterstudium geht es darum, die Inhalte aus dem Bachelor noch einmal zu festigen und zu vertiefen. Das Angebot an passenden Studiengängen ist vielfältig, sodass du auf jeden Fall das richtige Masterstudium im Bereich Medienproduktion für dich finden solltest. Auch im Masterstudium werden die verschiedenen Bereiche miteinander verknüpft, sodass du in der Regel Seminare zu den Themen Informatik, Technik und Design hast.

Mögliche Inhalte im Bachelor Medienproduktion:

  • Grundlagen der Mediengestaltung (Form und Farbe, Methoden, Schrift und Layout)
  • Einführung in die Informatik
  • Produkt- und Dienstleistungsentwicklung
  • Marktanalyse, Zielgruppenanalyse
  • Analysemethoden
  • Kulturtheorien
  • Trends und Strömungen
  • Kreativitätstechniken
  • 3D-Animation
  • Multimediatechnik
  • Audioverarbeitung (Tools/Studio)
  • Computergrafik
  • Videoproduktion (Aufnahmetechnik, Nachbearbeitung)
  • Medienprogrammierung
  • Musikinformatik
  • Journalismus
  • Webdesign 


Mögliche Inhalte im Master Medienproduktion:

  • Gestaltung
  • Journalismus (Print, Online, Hörfunk, TV)
  • Multimedia
  • Mediengeschichte
  • Audiotechnik
  • Videoproduktion
  • Crossmedia
  • Medien- und Innovations-Management
  • Web-Engineering
  • Methoden der Visualisierung
  • Medienrecht
  • Lichttechnik
  • Medienmanagement
  • Medienanalyse 


Neben den fachspezifischen Seminaren gibt es noch weitere Themenbereiche, die das Studium vermittelt, um die Absolventen für den Berufsalltag fit zu machen.

BWL-Inhalte, um fachspezifische und wirtschaftliche Zusammenhänge im Arbeitsalltag gezielt einzusetzen und zu verbinden:

  • Marketing (Markenbildung, Preispolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik)
  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen (Unternehmensformen, Entrepreneurship, Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung Steuern)
  • Pitcherstellung 

Soft Skills:

  • Präsentationstechniken
  • Zeitmanagement
  • Projektmanagement

Das Studium ist sehr praxisorientiert, sodass schon während des Studiums realitätsnahe Projekte bearbeitet werden – oft in direkter Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Praxis. So können die Studierenden schon einmal Einblicke in den Berufsalltag eines Medienproduzenten bekommen.

Voraussetzungen

Formale Voraussetzungen

Bachelorstudium Medienproduktion

  • Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (Abitur)
  • Fachhochschulreife (Fachabitur)
  • Gleichwertige Zugangsvoraussetzung

Gerade an privaten Einrichtungen ist in der Regel aber auch ein Studium ohne Abitur möglich. Informiere dich dazu am besten bei der entsprechenden Studienberatung der Hochschule, was genau gefordert wird.

Weitere Voraussetzungen (je nach Hochschule):

  • Bestimmtes Sprachniveau in Englisch (z. B. Level B1)
  • Vorpraktikum
  • Intaktes Hörvermögen (Audiogramm) 

Masterstudium Medienproduktion

  • abgeschlossenes Bachelorstudium bzw. ein erster Hochschulabschluss in einem fachverwandten Bereich (häufig wird eine bestimmte Mindestnote gefordert, z. B. 2,5)
  • je nach Hochschule werden Arbeitsproben bzw. eine Mappe verlangt

Auswahlverfahren

Der Bewerbungsprozess kann je nach Hochschule unterschiedlich ablaufen, denn gerade private Anbieter haben in der Regel ganz individuelle Aufnahmeverfahren.

Grob zusammengefasst läuft das Verfahren so ab: Ganz am Anfang steht immer erst einmal deine Bewerbung bei der Akademie oder Hochschule. Dazu gehört in der Regel das Einsenden oder Hochladen der üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Motivationsschreiben etc.). Einige Hochschulen verlangen gerade bei künstlerischen oder kreativen Studiengängen einige Arbeitsproben (eine sogenannte Mappe). Auch beim Medienproduktions Studium kann das der Fall sein. Erkundige dich also am besten frühzeitig über die genauen Voraussetzungen, denn eine Mappe zu erstellen, kann unter Umständen einige Zeit dauern.

Anhand dieser Bewerbungsunterlagen wird entschieden, ob du zu einem persönlichen Gespräch und/oder einem Eignungstest eingeladen wirst. Im Gespräch wird dann noch einmal deine Eignung überprüft bzw. werden dir eventuell studiengangsspezifische Aufgaben gestellt, die du lösen musst.

Fristen

Achte darauf, ob es spezielle Fristen für die Bewerbung gibt! In der Regel endet die Bewerbungsfrist für das Wintersemester (Start September/Oktober) an staatlichen Unis und Hochschulen schon am 15. Juli, für das Sommersemester (Start März/April) schon am 15. Januar.

Bei privaten Hochschulen kannst du dich in der Regel das ganze Jahr über bewerben, allerdings werden die Zusagen oft nach der Reihenfolge der Bewerbungen vergeben. Eine möglichst frühe Bewerbung ist also auch bei privaten Anbietern sinnvoll.

Numerus Clausus (NC):

Staatliche Hochschule wenden teilweise einen NC an. Damit du dir eine Vorstellung von der üblichen Höhe machen kannst, sammeln wir hier NC-Ergebnisse:

HochschuleSemesterNC
Hochschule BremerhavenWS 2016/172,0
Hochschule Rhein-MainWS 2016/172,1 (2 Wartesemester + Los)
Hochschule Rhein-MainSS 20172,5 (Los)
Hochschule Rhein-MainWS 2017/182,2 (Los)

Persönliche Voraussetzungen

Für das Medienproduktion Studium solltest du Spaß im Umgang mit den verschiedenen Medien haben und dich auch für die Technik interessieren, die dahinter steht. Da Medienproduzenten oft unter Zeitdruck arbeiten, solltest du zudem stressresistent, belastbar und diszipliniert sein.

Dauer und Verlauf

Bachelor

  • Dauer: 6 - 7 Semester 
  • Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
  • integriertes Auslands- oder Praxissemester: ja, ist teilweise möglich

Master

  • Dauer: 3 - 4 Semester
  • Abschluss: Master of Arts (M.A.), seltener Master of Engineering (M.Eng.), wenn der Schwerpunkt im technischen Bereich liegt

Studienformen

Bachelor

Master

  • Vollzeit-Studium: die häufigste Form für den Master im Bereich Game Design
  • Berufsbegleitendes Präsenzstudium: man findet vereinzelte Angebote, eignet sich besonders für berufstätige Personen, die sich weiterbilden möchten

Karriere nach dem Studium

Der Bereich der Medienproduktion ist groß und umfasst die unterschiedlichsten Bereiche. Damit hängt dein späterer Einsatzbereich vor allem von deinem gewählten Studiengang für den Bachelor (und den Master) ab. Hast du einen generalistischeren Studiengang wie „Media: Conception & Production“ gewählt, solltest du dich während deines Studiums auf einen Bereich spezialisiert haben – durch Wahlpflichtfächer und Studienprojekte, aber auch durch Praktika oder Nebenjobs.

Denn als Generalist hast du die Qual der Wahl. Mögliche Einsatzgebiete sind beispielsweise das Fernsehen bzw. der Film, Rundfunkanstalten, Multimedia-Agenturen oder die Marketing- oder Kommunikationsabteilung von Unternehmen. Aber auch in Tonstudios, Eventagenturen, IT-Firmen oder bei Spiele- bzw. App-Entwicklern kannst du nach deinem Studium einen passenden Job finden. Die Nachfrage ist groß, denn durch die wachsende Digitalisierung werden vermehrt Experten gesucht, die die passenden Inhalte für die verschiedenen Kanäle auch technisch umsetzen und produzieren können.

Eine Auswahl an Jobs für Absolventen eines Medienproduktion Studium ist z. B.:

  • Musikproduzent
  • Recording Engineer
  • Sounddesigner
  • Veranstaltungstechniker
  • Tontechniker
  • Online-Redakteur
  • PR Referent
  • Videojournalist
  • Corporate Blogger
  • Content Manager
  • Cross-Media Producer 

Gehalt

Eine der spannendsten Fragen und das auch schon bei der Studienwahl: Wie sieht eigentlich mein Gehalt nach dem Studium aus? Es wäre schön, wenn sich diese Frage einfach so pauschal beantworten ließe, leider ist das nur sehr selten der Fall. Zu viele Faktoren spielen in deinen Verdienst mit ein: Standort und Unternehmensgröße sind nur einige Beispiele.

Wir haben für dich aber trotzdem ein paar exemplarische Gehaltsangaben im Internet recherchiert, damit du dir doch besseres Bild von deinen möglichen Verdienstchancen machen kannst.

In unserem Ratgeberartikel zum Thema Gehalt nach dem Medienstudium findest du noch ausführlichere Infos dazu.

Jetzt informieren!

PositionBrancheAlter & GeschlechtMonatsgehalt (brutto)
Audio Content ProducerSoftware29, männlich2.129 Euro
Audio Designer PostproduktionMedien, Presse26, männlich2.511 Euro
(Junior) Produzentin/TV, WerbungMedien, Presse26, weiblich2.428 Euro
(Junior) Produzent/TV, WerbungMedien, Presse26, männlich2.101 Euro
Junior Producerin FilmMedien, Presse28, weiblich1.426 Euro

Quelle: gehalt.de

Ehrlich gesagt, sieht dein Verdienst anhand dieser wenigen Beispiele ziemlich durchwachsen aus. Die Konkurrenz in der Medienlandschaft ist groß und das drückt die Gehälter. Aber mit einem abgeschlossenen Studium sehen deine Chancen ganz ordentlich aus und du kannst mit ca. 2.000 Euro brutto im Monat als Berufseinsteiger rechnen. Das ist erst mal nicht so viel, allerdings hast du gute Aufstiegschancen, bei denen du mit einigen Jahren Berufserfahrung auch deutlich mehr verdienen kannst.

Aber denke dran: Diese Zahlen dienen nur zur Orientierung für deine eigenen Bewerbungsgespräche, nimm sie nicht als absolut hin!

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