Privat oder staatlich studieren?

Der erste Schritt ist getan: Du hast dich für ein Medienstudium entschieden! Doch damit ist es noch nicht getan, denn bei der riesigen Auswahl an Studienplätzen und Hochschulformen stellt sich auch noch die Frage, ob du lieber privat oder staatlich studieren möchtest. Wir helfen dir hier bei der Entscheidungsfindung und stellen dir die Unterschiede zwischen privaten und staatlichen Hochschulen vor.

Gerade im Medienbereich hast du eine riesige Auswahl an verschiedenen Studiengängen. Dementsprechend ist auch die Anzahl an Hochschulen sehr groß – sowohl staatlich als auch privat hast du die freie Wahl. Ob du besser an einer Uni, einer FH oder einer Akademie studierst, haben wir dir in einem weiteren Artikel näher erläutert. Inhaltlich sollte es zwischen privaten und staatlichen Hochschulen eigentlich keine großen Unterschiede geben, aber Studiengebühren, Studienablauf, Abschluss und Lernsituation können stark variieren.

Wir erklären dir im Folgenden die jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden Möglichkeiten, damit du entscheiden kannst, welches Modell für dich und dein Medienstudium besser geeignet ist.

Medien studieren -
privat oder staatlich?

Medienstudium an einer staatlichen Hochschule

Es gibt eine Menge Medien-Studiengänge an staatlichen Hochschulen, du hast also gute Chancen, eine passende Einrichtung für dein Studium zu finden.

Bei einem staatlichen Medienstudium hast du die Wahl, ob du an einer Universität oder an einer Fachhochschule studieren möchtest. In unserem Artikel über die verschiedenen Hochschulformen haben wir dir ausführlicher die Unterschiede zwischen Uni und Fachhochschule beschrieben.

Universitäten

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Seminargrößen an einer Universität oft deutlich größer sind als an Fachhochschulen und dadurch die Lernsituation oft etwas unpersönlich und anonym ist. Zudem liegt der Fokus an Universitäten deutlich auf der Theorie und der Forschung und weniger auf der Praxis.

Fachhochschule

Bei Fachhochschulen dagegen bist du richtig, wenn du gerne schon im Studium praxisorientiert arbeiten möchtest. Denn an FHs wird viel Wert auf die praktische Anwendung des Lernstoffes gelegt. Die Seminargrößen sind häufig kleiner als an Unis, allerdings ist der Stundenplan normalerweise fest vorgegeben, während du an Universitäten noch mehr Wahlmöglichkeiten innerhalb deines Studiums hast.

Ein wichtiger Punkt bei der Frage, ob du öffentlich oder privat studieren möchtest, sind die Studiengebühren. An staatlichen Hochschulen bezahlst du (momentan) in der Regel nur deinen Semesterbeitrag (die Höhe variiert von Hochschule zu Hochschule), aber keine Studiengebühren. Das macht einen großen Unterschied bei der Frage nach der Studienfinanzierung.

Medienstudium an einer privaten Hochschule

Private Hochschulen oder Akademien müssen sich selbst finanzieren, da sie nicht vom Staat getragen werden. Damit das funktioniert, erheben die privaten Einrichtungen Studiengebühren, die die Studierenden bezahlen müssen. Diesen Punkt solltest du bei deiner Entscheidung, ob du staatlich oder privat studieren möchtest, unbedingt berücksichtigen, denn die Kosten können schnell auf mehrere 10.000 Euro ansteigen. Es gibt allerdings verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, sodass ein privates Medienstudium für jeden möglich ist.

Zudem hat ein Studium an einer privaten Akademie – auch durch die Studiengebühren bedingt – viele Vorteile: Die Praxisnähe ist das wichtigste an privaten Hochschulen. Die Dozenten kommen in der Regel direkt aus der Wirtschaft und können daher ihren Stoff gezielt auf die Bedürfnisse des Berufsalltags ausrichten. Des Weiteren gibt es im Studienplan viele Praxisprojekte, die ebenfalls oft direkt mit Unternehmen oder Agenturen durchgeführt werden, sodass du auch schon während des Studiums Erfahrung sammeln kannst. Das kann dir bei deiner Bewerbung nach deinem Studienabschluss den entscheidenden Vorteil gegenüber deinen Mitbewerbern sichern.

Studienbedingungen an privaten Hochschulen

Auch die Studienbedingungen an privaten Hochschulen sind oft deutlich besser als an staatlichen – auch wegen der Studiengebühren und der Nähe zur Wirtschaft. Ein großer Unterschied beispielsweise zu Universitäten sind die modernen Ausstattungen, die auch technisch auf dem neuesten Stand sind.
Ebenfalls sehr hilfreich: Die sehr kleinen Gruppengrößen in den Studiengängen sorgen dafür, dass eine viel individuellere Betreuung durch die Dozenten möglich ist und die Bedingungen auf die Bedürfnisse der Studenten ausgerichtet sind.

Im Medienbereich hast du eine vielfältige Auswahl an privaten Akademien. Gerade für den Bereich Produktion und Design bietet sich eine private Hochschule aufgrund der hohen Praxisorientierung an.

Fazit

Ob du besser privat oder staatlich studierst, lässt sich pauschal nicht beantworten. Wie du gesehen hast, haben beide Varianten Vor- und Nachteile. Du solltest für dich und deinen Wunschstudiengang individuell entscheiden, was am besten passt: Bist du bereit, eine hohe Summe an Studiengebühren zu zahlen? Strebst du eine wissenschaftliche Karriere an? Möchtest du gerne einen strikten Stundenplan, an dem du dich orientierst, oder ist es dir wichtig, eigene Schwerpunkte und verschiedene Wahlmöglichkeiten zu haben? Und nicht zuletzt: Welche Hochschulen bieten überhaupt einen für dich passenden Medien-Studiengang an?

Studenten auf einem Campus

Damit du dich gleich informieren kannst, welche Möglichkeiten du für dein Studium hast, haben wir dir in unserer Hochschul-Datenbank alle passenden Einrichtungen – sowohl staatlich als auch privat – zusammengestellt. So kannst du direkt mit deiner Recherche starten!

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